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Malteser Drensteinfurt

Cafe Malta Kursus Tl. 2

19.04.2016

Mit knapp 30 Teilnehmern wieder außerordentlich gut besucht war der zweite Tag der Kursreihe für pflegende und betreuende Angehörige von Menschen mit Demenz. Dr. med. Birgit Salomon berichtete über Demenzerkrankungen aus ärztlicher Sicht. Zunächst einmal erklärte sie den Begriff Demenz (ohne Geist) und zeigte die verschiedenen Arten der Erkrankung auf. Am geläufigsten dabei ist die Alzheimer-Demenz, die mit fast zwei Drittel den gößten Anteil hat und auch am bekanntesten ist. Darauf folgt die vaskuläre Demenz, die durch Gefäßveränderungen des Gehirns verursacht wird. Verursacht wird sie durch Durchblutungsstörungen im Gehirn und kleine Schlaganfälle.
Wenig bekannt sind noch weitere Demenzarten, die z. B. Folgen anderer Erkrankungen sein können.
Der Weg zu einer Diagnose ist sehr lang. Zusätzlich verläuft Alzheimer nicht bei allen Erkrankten nach dem gleichen Schema. Besonders in der ersten Zeit unterscheiden sich die Symptome von Fall zu Fall. Persönlichkeit, Bildungsstand, Lebensverhältnisse und nicht zuletzt die körperliche Verfassung beeinflussen das Erscheinungsbild der Krankheit. Viele Auffälligkeiten können auch bei anderen Erkrankungen auftreten und müssen abgeglichen werden.
Frau Dr. Salomon gab dazu viele praktische Beispiele und Hinweise im Umgang mit demenziell erkrankten Menschen und machte deutlich, wie sich dabei z. B. die Demenz von "normalter Altersvergesslichkeit" unterscheiden kann. Unter den Zuhörern entwickelten sich zahlreiche Diskussionen über entsprechendes Erleben in den eigenen Familien. Dabei zeigte sich, daß zwar alle Erkrankten persönliche Muster haben, letztendlich aber immer wieder die gleichen Probleme im Umgang entstehen.
Obwohl die Forschung zu den Ursachen der Erkrankung immer wieder Fortschritte macht, ist eine Heilung bis heute nicht möglich. Bei sehr frühen Diagnosen kann der Verlauf der Krankheit verzögert werden, aber letztendlich helfen kann ärztlicherseits nur die Behandlung der Krankhkeitssymtome. Begleitende Depressionen, Unruhe und Angstzustände können gemindert werden. Wichtig ist es für die Angehörigen, sich über die Krankheit ausführlich zu informieren, ruhig zu bleiben und rechtzeitig Hilfe anzunehmen.
Hedwig Eckhoff bedankte sich herzlich für diese umfangreichen Informationen bei Frau Dr. Salomon und lud zum nächsten Kursabend am Montag, 18. April ein.
"Hilfreiche Umgangsweisen und Kommunikation mit Menschen mit Demenz". Eva Maria Anslinger, Dipl.Päd. und Gedächtnistrainerin berichtet über den Umgang mit dem Erkrankten und seinen Verhaltensauffälligkeiten. Beginn ist 17 Uhr in der Malteserunterkunft. Der Kursus ist für alle offen und kostenfrei.

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