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Malteser Drensteinfurt

Cafe Malta in Ehreshoven

30.05.2016

Mit 22 Teilnehmern machten sich die Gäste des Cafe Malta auf zur jährlichen Fortbildung in der Malteser-Commende in Ehreshoven. Eva Maria Anslinger stand wieder als fachmännische Begleitung zur Verfügung und hatte diesmal ein spannendes, aber auch erholsames 2-Tages-Programm vorbereitet. Diesmal stand das Programm unter dem Motto: Alt werden bzw. Älter werden und dabei möglichst lange auch die Lebensqualität zu erhalten. Zunächst einmal standen dabei die demenziell erkrankten Angehörigen im Mittelpunkt. Aber auch für die Pflegenden ist die Lebensqualität ein großes Thema. Denn nur, wer für sich selber gut sorgt, kann auch für seine Mitmenschen da sein. Zum Älterwerden gehört zunächst Gesundheit, aber auch Krankheit. Glück und Freude, wichtige Freundschaften, ein schönes Zuhause gehören dazu, um das Alter entsprechend genießen zu können. Neu war für viele die bekannteste Definition von Gesundheit durch die Weltgesundheitsorganisation: "Gesundheit ist ein Zustand vollkommenden körperliche, geistigen und sozialen Wohlbefindes und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen!" Zu diesem Thema ging es in die Gruppenarbeit mit vielen Fragestellungen. Kann man sich trotz einer oder mehrerer Erkrankungen gesund fühlen und wovon könnte das abhängen? Wie läßt es sich besser mit Schmerzen leben und wie kann die innere Einstellung zur Erkrankung das Krankheitserleben beeinflussen? Dazu gab es einen regen Gedankenaustausch. Es zeigte sich, daß es dazu viele eigene Erlebnisse und Einstellungen gab. Vieles davon ist auch im Zusammenleben mit demenziell Erkrankten sehr wichtig. Zunächst einmal sollte man genau zu- bzw. hinhören. Ratschläge können dabei manchmal auch "Schläge" sein! Eine positive Grundeinstellung gibt allen Mut, während negative Aussagen "Ich kann aber nicht" belasten. Zeigt das soziale Umfeld Verständnis, kann das helfen, besser mit Erkrankungen umzugehen, während überfürsorgliches Beschützenen sich eher negativ auswirkt. Helfen kann den Angehörigen bei vielen Problemen das sogenannte "SOK" Modell: Zunächst die Selektion, wobei aus den vorhandenen Lebensmöglichkeiten diejenigen, die verwirklicht werden sollen oder was man am besten tun kann, ausgewählt werden. Durch Optimierung werden dazu die geeignetes Mittel ausgewählt und durch Kompensation wird durch plötzlichen Wegfall dieser Mittel flexibel reagiert und neue Wege gesucht, um den Zielen näher zu kommen.
Das zweite große Thema dieser Schulung war das Rosenöl. Ätherische Öle werden immer öfter auch in der Pflege benutzt, gerade auch bei älteren Menschen. Massagen mit Rosenöl haben eine harmonisierende Wirkung auf Körper und Seele, wirken wohltuend und stabilisieren in psychisch belastenden Lebenssituationen. Das Rosenöl ist ein kostbares Schönheitsmittel für die Haut. Es tonisiert, reinigt, klärt, heilt und ist besonders für entzündete, trockene und empfingliche Haut geeignet. Es kann angewendet werden bei Schlafstörungen, nervös bedingtes Herzbeschwerden, Herpeserkrankungen, Nervenentzündungen und auch Lymphstau.
Das Rosenöl - die Kostbarkeit der Wegbegleitung im Leben. Die Teilnehmer erfuhren viel über Geschichte und Herstellung dieses kostbaren Öls, zu dessen Herstellung nur eines Tropfens bereits 300 Rosenblüten nötig sind.
Vereinsammung im Alter, besonders auch als demenziell Erkrankter - war ein weiteres Thema. Wieder wurde in Gruppenarbeit herausgearbeitet, welche Möglichkeiten sich anbieten und wo Unterhaltung und Gesellschaft zu finden sind.
Eine kleine Dankandacht am Abend rundete das erfolgreiche Seminar ab. Alle Teilnehmer durften eine Rose und ein Fläschchen Rosenöl als duftende Erinnerung mit nachhause nehmen. Hedwig Eckhoff als Organisatoren des Cafe Malta entließ eine sichtlich zufriedene und erholte Teilnehmergesellschaft mit einem Riesendank an die Referentin Eva Maria Anslinger.

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