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Malteser Drensteinfurt

Fernmeldeübung in Caracas

10.09.2012
Funkbrückenwagen mit Helfer während einer Übung
Funkbrückenwagen mit Helfer während einer Übung
Funkbrückenwagen mit Helfer während einer Übung
Funkbrückenwagen mit Helfer während einer Übung
Funkbrückenwagen mit Helfer während einer Übung
Funkbrückenwagen mit Helfer während einer Übung

Seit der Gründung im Jahr 1962 führt die Katastrophenschutzgruppe des Malteser-Hilfsdienstes Drensteinfurt zweimal im Monat ihre Dienstabende durch. Neben den Dienstabenden standen früher mehrere Tagesübung und einmal im Jahr eine Großübung über ein Wochenende auf dem Dienstplan.
Für die Großübungen wurden oftmals entfernte Übungsgebiete ausgesucht. So fand sie unter anderem in Haselünne, Basdorf am Edersee, Rüthen und Haltern, sowie Mellen und Beckum am Sorpesee statt. Einen Tag vor einer Großübung im Juni 1970 in Haselünne wurde eine Tagesübung beim Jagdbombergeschwader in Rheine-Hopsten durchgeführt. Die dabei auch anwesenden Heeresflieger aus Rheine-Bentlage führten drei Hubschrauberrundflüge über den Teutoburger Wald für die Drensteinfurter Malteser durch. Die guten Beziehungen zu den Heeresfliegern ermöglichten, dass zur Großübung am Sorpesee im Jahr 1972 vier Hubschrauber für Rundflüge zur Verfügung standen. Die Rundflüge führten unter anderem über den Luftraum von Drensteinfurt.  
Für Experimente waren die Malteser-Fernmelder auch immer zu haben und so beteiligten sie sich an den Versuch, ob eine Funkverbindung von Hamburg bis zu den Alpen möglich ist. Dazu mussten Fernmeldezüge Funkmasten aufbauen und eine Relaisstation als Verstärker der Funkwellen des Funkspruches installieren. Die Drensteinfurter stellten ihren Funkmast auf dem Kurricker Berg nahe Ameke auf. Das Experiment war erfolgreich. Sie hatten Kontakt bis zu einer Fernmeldeschule am Tegernsee aufnehmen können.
Zu Karneval 1967 verlegten die MHD-Fernmelder im Auftrag des Krankenhausfunks rund 15 km Feldkabel durch Münster. Sie stellen Verbindungen von der Halle Münsterland zu drei großen Krankenhäusern her, damit bettlägerige Personen vom Krankenbett aus die Karnevalsveranstaltung live verfolgen können.
Von März bis Dezember 1967 bildeten die Führungskräfte des MHD-Fernmeldezuges sogar alle Funker der Zivilschutzeinheiten des Kreises Lüdinghausen aus. Als Ausbildungsabschluss wurde am 02.12.1967 eine Großübung im Raum Drensteinfurt durchgeführt, an der sich 50 Funker mit 20 Fahrzeugen beteiligten.
In den Jahren 1989 bis 1990 gab es für die Fernmelder auch noch einen größeren Einsatz. Das Malteser-Flüchtlingslager in einer ehemaligen englischen Kaserne in Hamm, wurde mit ihrer Hilfe renoviert. Die MHD-Fernmelder brachten die Telefonanlage wieder in Betrieb, verlegten neue Telefonleitungen und installierten neue Telefone. Die Fernmelder übernahmen außerdem Nacht- und Wochenenddienste im Hammer Lager.
Es sollte auch mal eine Fernmeldeübung in Caracas/Venezuela stattfinden. Während der Romwallfahrt 1986 lernten die Fernmelder Helga von Scanzoni, die Schwester von Baron Landsberg, kennen. Sie war in Rom oft bei den Fernmeldern. Nachdem sie einen Funkspruch fehlerfrei abgesetzt hatte, ernannten die Malteser sie zur Ehrensprechfunkerin des Malteser Hilfsdienstes Drensteinfurt. Daraufhin lud sie die Fernmelder zu einer Fernmeldeübung in ihre Wahlheimat Venezuela ein. Auf Grund des hohen logistischen und finanziellen Aufwandes wurde diese Übung jedoch nicht realisiert.

 

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